Rheinland Warmlufterzeuger RBW 250

Energieeffizient Heizen ohne Staub und Zugluft

Der Mittelständler LK Metallwaren GmbH installierte im Rahmen eines Neubaus einer Produktionshalle bei dem Hersteller von industriellen Vliesstoffen Naue in Espelkamp-Fiestel eine innovative Heizungs- und Belüftungsanlage.

Die Anforderungen des Unternehmens Naue an das Projekt sind schnell formuliert: Ein rund 2000 m² großer und knapp 10 Meter hoher Hallenneubau sollte inklusive eines Nebenraumes, in dem eine lärmintensive Nadelmaschine künftig stehen würde, klimafreundlich beheizt und belüftet werden.

 „Wichtig war uns eine energieeffiziente Lösung, bei der die Maschinenabwärme ins Beheizungssystem einfließt. Eine gleichmäßige Temperaturverteilung sollte gewährleistet sein. Um ein gutes Raumklima für unsere Mitarbeiter zu erreichen, muss die Temperaturverteilung gleichmäßig sowie staub- und zugfrei erfolgen“, erinnert sich Andreas Weingärtner, (stellvertretender Gesamtproduktionsleiter) bei der Firma Naue. Nach Besichtigung der Örtlichkeiten und Kalkulation des Projekts erhielt das auf Hallenheizungen spezialisierte Unternehmen LK Metallwaren GmbH aus Schwabach bei Nürnberg den Zuschlag.

Umweltschonender Warmlufterzeuger 

Die Techniker von LK Metallwaren GmbH installierten eine energieeffiziente Lösung mit dem Rheinland Warmlufterzeuger RBW 250, dessen Heizleistungsbereich von 40 bis 250 kw reicht. Der unter der Decke installierte Warmlufterzeuger saugt die aus der Halle aufsteigende Abwärme von Maschinen ebenso an wie etwa die durch Beleuchtung oder Sonneneinstrahlung entstehende Wärme und filtert diese. Zusätzlich wird frische Außenluft angesaugt. Die Luft wird an einer Edelstahl-Brennkammer vorbeigeführt, um diese auf die gewünschte Raumtemperatur zu bringen. Im Inneren der links und rechts angeordneten Wärmeaustauschrohre wird eine turbulente Strömung der Abgase erzeugt und dadurch ein optimierter Wärmeaustausch gewährleistet. Spezielle Luftauslässe und Rückluft-Deckenventilatoren verteilen den Luftstrom zugfrei  in der Halle. Die Regelung der Warmluftverteilung geschieht automatisch mittels PI-Differenztemperaturregelung über Messsensoren im Arbeitsbereich und an der Decke. 

 „Vorteilhaft im Vergleich zu zentralen Heizlösungen ist, dass die Wärme dort erzeugt wird, wo Sie gebraucht wird. Die nötigen Erdgasleitungen haben die Techniker direkt in die Halle gelegt.“, berichtet Harald Wimmer, Vertriebs- und Marketingleiter bei LK Metallwaren GmbH. 

Intelligente Steuerung der Anlage

Der Energiecontroller EC 5000 regelt die Temperatur der Anlage intelligent und auf die Wünschen von Naue angepasst: Die Halle wird exakt nach Bedarf erwärmt.  Die gewünschte Raumtemperatur ist frei programmierbar. Ein weiterer Pluspunkt: Die energieeffiziente Anlage übererfüllt die Anforderung der Energieeinsparverordnung (EnEV) bei weitem, so dass Naue auf den zusätzlichen Einsatz erneuerbarer Energien verzichten kann.

Schallschutz gefragt

Eine besondere Schwierigkeit stellte die Anbindung des Nebenraums dar, in dem eine lärmintensive Nadelmaschine arbeiten sollte. Die Heiztechnik-Experten  wussten auch hier Rat. Sie verlegten ein an die Heizungsanlage angebundenes Rohrsystem. Über einen Raumthermostat gesteuerte Jalousieklappen regeln die Wärmezufuhr. In die Zuleitung installierten die Techniker zudem einen Kulissenschalldämpfer, der den Lärm aus dem Nebenraum wirkungsvoll abhält. 

„Unsere Mitarbeiter empfinden die Wärme als angenehm, die Anlage ist einfach bedienbar und läuft so verbrauchsarm, wie versprochen“,  lautet das Fazit von Andreas Weingärtner,

Nach anlaufen der Produktion stellte sich heraus, dass produktionsbedingt  20.000 m³/h Prozessluft aus der Halle abgesaugt werden, wodurch ein hoher Unterdruck in der Halle entsteht. Auch für dieses Problem hatten die LK-Techniker schnell eine Lösung. Dank der vorhandenen Außenlufteinrichtung an der Heizungsanlage konnte die neue Absaugung mit der Heizungssteuerung verknüpft werden. Im Absaugbetrieb schaltet nun die Anlage von Umluft auf Außenluftbetrieb. Frischluft wird angesaugt und je nach Außentemperatur über den modulierenden Brenner mit konstanter Temperatur der Halle zugeführt. Somit ist die Druckdifferenz im Raum ausgeglichen.