WASSEREAUFBEREITUNG

Ein rundum sauberes Projekt

Für GKN Driveline Trier baut das Schwabacher Unternehmen LK Metall eine zweiphasige Wasseraufbereitungsanlage, meistert dabei mehrere Herausforderungen und legt gleichzeitig den Grundstein für eine erfreuliche Zusammenarbeit.

Die GKN Driveline Trier GmbH ist der weltweit führende Anbieter von Gleichlaufgelenkwellen für die Automobilindustrie mit insgesamt 21.000 Mitarbeitern in 30 Ländern. Am Standort Trier sind etwa 520 Mitarbeiter tätig. Im Jahr 2016 wird LK Metall von dem Unternehmen beauftragt, zwei Wasseraufbereitungsanlagen zu konzipieren und umzusetzen, die anfallende Abwässer so aufbereiten, dass sie direkt in das Kanalnetz eingeleitet werden können.

Die Quelle vernünftiger Wasseraufbereitung
Während die Anlage zur Vorstofftrennung Öle, Graphite und weitere feste Bestandteile aus dem Wasser trennt, bereitet die Ultrafiltrationsanlage das Abwasser so auf, dass es dem öffentlichen Kanalnetz zugeführt werden kann. Beide Anlagenbereiche verfügen über Automationen, die miteinander kommunizieren und somit eine gleichzeitige Steuerung beider Bereiche ermöglichen. Die Gesamtanlage ist mit einem Fernüberwachungsmodul ausgestattet, das einen weltweiten Zugriff auf die Steuerung der Anlage ermöglicht. Ein Stör- und Warnmeldesystem informiert den Betreiber in Echtzeit per E-Mail über den aktuellen Anlagenstatus.

Staustufen auf dem Weg
Hier entsteht die erste Herausforderung des Projektes. Denn wenngleich GKN Driveline Trier eine Gesamtmenge von 1.600 m³ pro Jahr an aufkommenden Abwässern nennen kann, müssen für die Funktionalität der Anlagen auch Schwankungen und Spitzen der Abwassermengen berücksichtigt werden. Projektingenieur Jan Graeber erklärt die Problematik mit den Worten: “Wir müssen bereits die Planung so breit aufstellen, dass wir alle Eventualitäten abdecken können.” Ein weiterer Grund für die verhältnismäßig lange Vorbereitungsphase sind infrastrukturelle Veränderungen am Trierer Standort.

Das Projekt kommt in Fluss
Die Umsetzung des Projektes erfolgt im Jahr 2019 in wenigen Monaten. Dabei stellt sich LK Metall der zweiten Herausforderung: Das Werk in Trier liegt einerseits nah der Mosel in einem Hochwassergebiet. Daher müssen die Anlagen etwa 70 cm über dem Boden errichtet werden, damit Behälter nicht aufschwimmen und die Technik nicht beschädigt wird. Andererseits werden die Anlagen in einem Erdbebengebiet installiert, was besondere Anforderungen an ihre Stabilität stellt. Dennoch gelingt es dem Team aus Monteuren, Elektrikern und Programmierern, nach den vorbereitenden Arbeiten den Aufbau in nur sieben Wochen abzuschließen.

Letzte Begradigungen
Um die erforderliche Arbeitsleistung der Anlagen zu gewährleisten, schließt sich von Januar bis Februar 2020 die Begleitphase an: Dafür ist der Projektingenieur persönlich vor Ort, kontrolliert den reibungslosen Ablauf, stellt fest, dass die gewünschten Werte stimmen und zeigt sich zufrieden: “Das Schönste an einem solchen Projekt ist es zu sehen, dass die Anlagen machen, was sie machen sollen.” Um den Betrieb langfristig zu gewährleisten, besucht allerdings ein Vertreter von LK Metall noch bis Juni 2020 den Auftraggeber einmal monatlich, um auf außergewöhnliche Vorkommnisse zu reagieren.

Die Mündung in Zufriedenheit
Für GKN Driveline Trier hat sich der Erfolg des Projektes schon materialisiert: Die neuen Anlagen sparen dem Unternehmen Geld in Form der Starkverschmutzerzulage, weil ihre Abwässer für die Kanalisation geeignet sind. Und sie sparen Wasser, weil die aufbereiteten Abwässer leichter wiederverwertbar sind. Nicht zuletzt aus diesem Grund sind bereits Folgeaufträge entstand.