Warmlufterzeuger RBW - Schonende Temperaturen auf 7.700 qm

Drei unterschiedliche Temperaturbereiche für sensible Ware

Euphonien, Cajons und Agogos – all diese wunderbaren Musikinstrumente finden sich in Treppendorf im Steigerwald in den 7.700 qm großen Logistikhallen des Musikhauses Thomann. Insgesamt befinden sich hier rund 24.000 Artikel – von Gitarren und Klavieren über Streichinstrumente bis hin zu verschiedenen Arten von Schlagzeuginstrument.

„Für das Einlagern von Musikinstrumenten benötigen wir ein spezielles Hallenklima“, erklärt Stefan Thomann, Mitbegründer und Projektleiter Logistik bei dem Musikhändler. „Die Artikel sind sehr sensibel, beispielsweise können bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit die Decken von Gitarren reißen. Bei den Temperaturen ist vor allem die Konstante Luftqualität entscheidend.“

Deshalb legte das Unternehmen ein besonderes Augenmerk auf die Heizungs- und Klimatechnik. Stefan Thomann: „Für das Palettenlager hatten wir nur niedrige Temperaturenanforderungen, da hier nicht permanent Mitarbeiter arbeiten. Im Kleinteilelager-Bereich hingegen peilten wir eine Temperatur von 16 bis 17 Grad an. Doch beim Wareneingang musste es noch etwas wärmer sein. Die Herausforderung bei der Technik: Trotz der drei unterschiedlichen Temperaturbereiche ist es eine große, durchgängige Halle.“ Realisiert hat dieses dreigeteilte Temperaturkonzept LK Metall. Zum Einsatz kamen im Paletten- und Kleinteilelager zwei direktbeheizte Warmlufterzeuger RBW mit integrierter Mischlufteinrichtung, die zwischen den beiden Bereichen an der Hallendecke angebracht wurden. In der Warenannahme wurde ebenfalls ein Warmlufterzeuger RBW mit integrierter Mischlufteinrichtung installiert.

Musikhaus Thomann
Musikhaus Thomann

Gleichmäßig vom Boden zum Dach

Gesteuert wird die Heizungsanlage über ein Gebäudeleitsystem und mehrere Thermostate. Unterschreitet die Temperatur in einer der Zonen einen programmierten Sollwert, stellt sich das jeweilige Heizsystem automatisch an. Über die Oberfläche der Brennkammer wird die vom Brenner freigesetzte Wärme direkt an die vorbeigeführte Luft weitergegeben. So werden bis zu 95 % der eingesetzten Energie direkt in Wärme umgesetzt. Zudem findet ein weiterer Wärmeaustausch der Rauchabgase durch die nachgeschalteten, im Gegenstrom verlaufenden Wärmeaustauschrohre statt, die auf der gesamten Länge der Anlage vom Luftstrom umspült werden. Am Ende der Wärmeaustauschrohre verläßt die aufgewärmte Luft über Mischluftverteile die Anlage. Für eine gleichmäßige Wärmeverteilung über die ganze Hallenhöhe sorgen einzeln installierte Rückluftdeckenventilatoren. Eine Differenztemperaturregelung optimiert und reduziert zudem die Temperaturunterschiede vom Dach zum Boden im gesamten Hallenbereich auf rund 3 bis 4 Grad.

Eine Besonderheit der Anlage: Mit den Warmlufterzeugern kann nicht nur geheizt, sondern auch gelüftet werden. „In den Sommermonaten wird die Temperatur in der Halle durch eine Sommer-Nacht-Kühlung nach unten gefahren“, erklärt Harald Wimmer Vertriebsleiter von LK-Metall. „Dadurch kann die Lufttemperatur, Luftqualität und Luftverteilung bedarfsgerecht angepasst werden.“

Durch die fein abgestimmte Heizungstechnik zwischen den Hallen sind die sensiblen Musikinstrumente bezüglich der Raumtemperatur in Zukunft sicher gelagert.

Autor

  • Harald Wimmer

    Vertriebsleiter Geschäftsfeld „Hallenheizung“ Seit 45 Jahren bei LK Metallwaren GmbH. Ab 2004 im Geschäftsfeld „Hallenheizung“ verantwortlich für das gesamte Vertriebsteam. Seit September 1979 im Unternehmen. -Ausbildung zum Blechschlosser von 1979 bis 1982 -Meister im Geschäftsbereich „Schallschutz + Treppenbau“ von 1989 bis 1996 -Im Geschäftsbereich „Hallenheizung“ seit 1996 im technischen Vertrieb tätig.

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