Sauberes Wasser für eine saubere Umwelt: Das Isarkraftwerk am Tölzer Stausee mit Leichtflüssigkeitsabscheider und Schlammfang.

Sauberes Wasser für sauberen Strom

Leichtflüssigkeitsabscheider für das Wasserkraftwerk Isartal

Wasserkraftwerke gehören nach wie vor zu den umweltverträglichsten, klimafreundlichsten Arten der Energieerzeugung. Das Isarkraftwerk am Tölzer Stausee bietet dafür ein prägnantes Beispiel. Ende der Fünfzigerjahre in Betrieb genommen, produziert es seit über sechs Jahrzehnten Jahr für Jahr rund zehn Millionen Kilowattstunden Strom, versorgt darüber 3500 Haushalte und deckt so ein Viertel des gesamten Energiebedarfs der Stadt Bad Tölz ab.

Für die Jahre 2022/23 standen erstmals nach langer Zeit wieder aufwendige Instandhaltungsmaßnahmen an. Diese betrafen in erster Linie die beiden Turbinen, Kernstücke des Kraftwerks. Als Ergebnis einer erfolgreichen Instandhaltung, so das erweiterte Ziel, konnte auch der Stromertrag aus dem Kraftwerk noch einmal erhöht werden. Dabei musste der Turbinenbereich für die Durchführung der Arbeiten zunächst trockengelegt werden – und dies bei einem Wasserdurchlauf von rund 30.000 Liter Wasser pro Sekunde. Um die unter Wasser liegenden Bauteile zu erreichen und diese mittels Nadelverschluss vom Wasserstrom zu isolieren, setzte der Generalauftragnehmer, die Voith Hydro, einen Taucher ein, der die zur Trockenlegung notwendigen Vorarbeiten unterstützte.

LK Metallwaren wurde im Zuge dieses umfassenden Maßnahmenpakets zur Ertüchtigung des Kraftwerks mit der Lieferung eines Leichtflüssigkeitsabscheiders für die Aufbereitung des Sickerwassers aus den beiden Turbinen beauftragt.

Die Projektvorbereitung verlief hochprofessionell – angefangen bei der Detailplanung, die von November 2022 bis Januar 2023 mit den Projektleitern im engen Austausch mit LK Metallwaren vorgenommen wurde. Im Frühjahr 2023 wurde mit Christian Steinbacher vom Kraftwerksbetreiber, den Stadtwerken Bad Tölz, ein gemeinsamer Vororttermin anberaumt. Die Besichtigung der Maschinenhalle des Wasserkraftwerks diente vor allem einer abschließenden Einschätzung der Einbausituation im Turbinenbereich und der sich daran anschließenden Planung der Montagemaßnahmen.

Der Bau der Abscheideranlage am Hauptstandort von LK Metallwaren in Schwabach konnte, wie zuvor veranschlagt, in einem Zeitraum von lediglich zehn Wochen umgesetzt werden. Die Lieferung umfasst dabei einen Leichtflüssigkeitsabscheider vom Typ A15UNO-R1-K1 mit Schlammfang. Die Abscheideranlage ist mit einer Niveaumessung sowie mit einer Pumpensteuerung ausgestattet. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Ölspeicher per Knopfdruck mit Hilfe einer Druckluftmembranpumpe zu entleeren.

Das durch die notwendige Schmierung der Wellen verschmutzte Wasser wird durch den Einsatz der Abscheideranlage gleich an der Turbine separiert. Auf diese Weise kann das Austreten von Fetten, Ölen und kohlenwasserstoffhaltigen Leichtflüssigkeiten mit dem LK-Abscheider wirksam verhindert und das gereinigte Sickerwasser in die Isar eingeleitet werden.

Aufstellung, Montage, Rohrleitungsanbindung sowie die elektrotechnischen Arbeiten wurden planmäßig vom LK-Team ausgeführt und einer anschließenden Generalinspektion bei der Inbetriebnahme unterzogen. Die erfolgreiche Zusammenarbeit findet dabei eine Fortsetzung: LK-Metallwaren wird die Anlage auf Wunsch des Betreibers künftig mit Wartung und Generalinspektion betreuen!

Fazit: Sauberes Wasser für eine saubere Umwelt und ein professionelles Zusammenspiel im Team von Auftraggeber und Auftragnehmer. So machen Projekte Freude!